Geschäftsrisiko? Comics und die Frauen

26 Okt

Gerade in Amerika ist es ein leidvolles Thema: Frauen und Comics. Oft eine wahre Hassliebe (und das scheinbar von beiden Seiten, Leserinnen und Verlagen) köchelt die Debatte um die Darstellung von Frauen im Comic und der Anzahl von weiblichen Angestellten in der Comic-Industrie schon lange. Bisher kam die Debatte vor und während der großen Conventions auf (man erinnere sich an den Fall des Batgirls von San Diego) oder wenn DC gerade mal wieder seinen gesamten Verlag umkrempelt. Aber nach der New York Comic Con hat man das Gefühl, die Debatte die weiter – diesmal ohne konkreten neuen Auslöser, der eine Menge Frauen verärgert hat – und dass sie aus den Nischen in die großen Medien getragen wird. Ein Beispiel, dass sehr gemischte Reaktionen hervorgerufen hat, war ein Artikel bei CNNs „Geek Out“, bei dem man teilweise das Gefühl haben konnte, weibliche Leser seinen vor allem ein Geschäftsrisiko (gute Handlungen wahrscheinlich auch). 

Wer mehr über diese Debatte lesen will (und das ist ein durchaus interessantes Thema, auch für Männer), der sollte sich diesen Artikel von Sue von DC Women Kicking Ass mal ansehen.

Sue hat auch die Debatte um den CNN Artikel zusammengefasst. Ein Blick lohnt sich.

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2 Antworten to “Geschäftsrisiko? Comics und die Frauen”

  1. Ti_Leo 27. Oktober 2011 um 18:45 #

    Sowas wie Catwoman ärgert ja längst nicht nur Frauen. Schlechte Charakterzeichnung oder schlechter Umgang mit einem Charakter geht Männer genauso an. Wir wollen schließlich alle dreidimensionale Charaktere, weil die jede Story aufwerten. Wobei wir natürlich die Comics kriegen, die wir verdienen. Wetten, dass sich Catwoman besser verkauft hat als Animal Man oder Super Woman?

    Aber die Situation ist natürlich komplexer. Ohne all die Käufer furchtbarer (oder mittelmäßiger) Hefte würde es meine Hefte unter Umständen gar nicht (mehr) geben. Andererseits wäre die Situation für alle vielleicht besser, wenn mehr Qualitätsbewusstsein vorhanden wäre. Vielleicht hätten Comics dann einen besseren Ruf (denke jetzt vor Allem an Deutschland) und damit mehr Leser und das würde auf Dauer vielleicht sogar zu noch besseren Comics führen.

    Es ist wie überall: Einfluss können wir am Besten mit unserer Brieftasche nehmen. Daher wandert mein knappes Comicgeld in aller Regel nicht (direkt) zu Marvel oder DC, sondern zu Vertigo (regelmäßig), Boom (ziemlich oft) oder Image (auch wenn die ebenfalls viel Mist veröffentlichen).

    • eincomicleben 27. Oktober 2011 um 22:04 #

      Du hast natürlich Recht. Als Frau ärgert mich vieles in den Comics, als Mann wäre ich beleidigt, was mir für Mist angedreht wird mit dem Kommentarm dass will ich ja lesen.
      In den USA gibt es aber eine spezielle Spezis von Comiclesern, die das Problem auf „Frauen gegen Comicindustrie“ reduzieren. Was natürlich Quatsch istm denn auch Männer wollen gute und abwechslungsreiche Comics.
      Allerdings glaube ich, dass es nicht nur an uns Lesern liegt, sondern besonders die großen Verlage „auf Nummer sicher“ gehen und produzieren von dem sie meinen es verkaufe sich gut. Bei Catwoman ging die Rechnung wohl nict auf (wirklich sexy war das auch nicht). Aber ich such das noch mal raus.

      Ansonsten stimmt es: wenn man gute Comics will, muss man vor allem gute Comics kaufen und die auch anderen empfehlen. Sich ab und zu mal bei den Verlagen melden und sagen, was einem gefällt und was nicht, kann natürlich auch nicht schaden 😉

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