Christmas Comic Shopping List #6 – Batwoman: Elegy

29 Nov

Was lässt sich noch über „Batwoman: Elegy“ sagen? Es ist sicher einer hoch gelobtesten Comics der letzten Jahre. Viel Lob geht dabei an Zeichner J.H. Williams III, der die Seiten zu wahren Kunstwerken im Art Deco Stil verwandelt. Das andere Lob gilt der Tatsache, dass mit Kate Kane die erste lesbische Heldin einem der großen DC-Titel (Detective Comics) übernahm. Bei all diesem Lob  geht oft etwas unter, dass auch die Handlung von Batwoman stark und faszinierend ist. 

Besonders der zweite Teil der Handlung, in dem Kates Weg von der Soldatin zur maskierten Heldin erzählt wird, ist einer der stärksten Comics der letzten Jahre. Speziell die Szene, in der Kate ihren Ring ablegt ist beeindruckend.

Ansonsten zeichnet sich Batwoman durch ihre eher paranormalen Gegner aus. In ihrer Welt gibt es Formenwandler in Gotham, ihre Nemesis heißt Alice, spricht nur in Lewis Carroll Zitaten und führt die „Religion of Crime“ an. Das mag für hartgesottene Batman-Fans, die die Serie gerade wegen ihrem Bezug zur Realität mögen, etwas schwer zu verdauen sein. Auch muss man wissen, dass Kate ihren ersten Auftritt im DC-Event „52“ hatte und über die „Religion of Crime“ in „The Question: The Five Books of Blood“ steht. Wer diese Lücken nicht hat, füllt oder akzeptiert, der wird aber seine helle Freude an dem Comic haben.

Batwoman ist dunkel und oft hart, ohne aber die Brutalität vieler anderer DC-Titel an den Tag zu legen. Dabei zieht der Comic seine Stärke aus einem Element, dass oft in anderen Superhelden-Comics vernachlässigt wird: Kates Privatleben. Besonders die Beziehung zu ihrer Familie nimmt hier einen größeren Platz ein, ohne zu billigem Drama zu verkommen. So schafft Rucka eine moderne Heldin, zu der man eine Beziehung aufbauen kann, auch wenn sie sich mit viel Geld in eine maskierte Rächerin verwandelt.

Besonders wenn man sich für wirklich großartige Weiterführung der Serie unter Zeichner J.H. Williams im Rahmen von DCs Reboot interessiert, sollte man „Batwoman: Elegy“ lesen. Aber auch sonst ist es ein äußerst lohnenswerter Comic, der Greg Rucker nicht umsonst so viel Lob eingebracht hat.

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