Christmas Comic Shopping List #14: Silbermond über Providence

7 Dez

Providence in New Hampshire ist um 1880 eigentlich ein idyllisches Städtchen, wenn… ja, wenn da nicht die Leichen wären. Tiere, Menschen – beide blutig zerfetzt und grausam verstümmelt. Als wäre das nicht schon genug für den noch recht jungen Sheriff James Stuart, trifft aus Washington Cathy Gatling, hübsch, selbstbewusst und selbstständig, ein um den Nachlass eines Toten zu verwalten. Aber wie sich herausstellt, hat auch Cathy ihre Geheimnisse, wie so viele andere der Menschen in der Stadt auch.

Währenddessen hört das Morden nicht auf, sondern findet vielmehr immer mehr Opfer…

„Silbermond über Providence“ ist eine zweiteilige Geschichte des französischen Autoren und Zeichners Eric Herenguel. Er vermischt geschickt das Westerngenre mit Horrormotiven und schafft so eine X-Akre (oder Fringe Episode) aus der Zeit um 1880. Dabei ist der erste band etwas Stärker, als der zweite. Absolut traumhaft sind auf jeden Fall aber die Zeichnungen, die oft etwas von Pastellfarben haben und besonders gut die Lichtverhältnisse der verschiedenen Tageszeiten auffangen könne. Auch schafft der Autor den feinen Spagat, die blutige Grausamkeiten seiner Geschichte zu zeigen, ohne dass es ekelhaft oder die Gewalt voyeuristisch würde.

Ansonsten hat die Geschichte viele bekannte Gestallten des klassischen Western: eine Aufrechten Sheriff, eine schöne, toughe Frau (die zugegeben, hier schon sehr viel moderner ist) und korrupte Mächtige und zum Schluss noch etwas Naturmagie (auch wenn das nicht ganz so ein klassisches Westernmotiv ist).

Wer gerne Western liest und es mag, wenn man diese mit anderen Genres mischt, dem dürfte „Silbermond über Providence“ gefallen. Ebenso allen, die phantastische Thriller mögen und nichts gegen das historische Ambiente haben. Aber eigentlich wären schon die Zeichnungen fast Grund genug, die beiden Comcis zu kaufen.

Als kleines Extra gibt es noch „Bonusmaterial“ im ersten Band. Das entschuldigt den einen oder anderen vielleicht auch für den etwas höheren Preis, den die Spiltter-Comics haben – aber in diesem Fall ist der Preis wirklich jeden Cent wert.

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