Lesestoff: Barracuda – 1. Sklaven

27 Jan

“Drei junge Leute, drei Schicksale auf einer von Piraten versuchten Insel. Mit einem einzigen Gedanken im Kopf: zu überleben.”

Ganz so weit ist es am Anfang noch nicht. Wir haben ein Schiff, dass von Piraten angegriffen wird und drei “Kinder”, die so zum ersten mal auf einander treffen: Emilo, der von seiner Herrin in Frauenkleider gesteckt wird, damit er von den Piraten verschont wird. Maria, die Tochter einer spanischen Dame, die jetzt schon mehr Härte zeigt, als alle Erwachsene in ihrer Umgebung – und schließlich Raffy, Sohn des berüchtigten Captain Blackdog von der Barracuda.

Als die Frauen auf dem Sklavenmarkt von Puerto Blanmco verkauft werden, trennen sich ihre Wege. Doch zumindest Ruffy und Maria sollen sich früher als ihnen lieb ist, wiedersehen – mit gefährlichen Konsequenzen für alle…

Etwas “Fluch der Karibik”, etwas “Schatzinsel”, dazu eine Hommage an die alten Piratenfilme unter “Mister Flynn” – und fertig sind die Zutaten, aus denen sich “Barracuda” zusammensetzt. Dabei ist die Geschichte keine bloße Hommage, sondern ein eigenes, dunkles Epos. Den Kindern, besonders Maria, wird hart mitgespielt. Für Zartbesaitete ist der Comic also nichts. Dabei sind die Bilder nicht reißerisch oder voyeuristisch, selbst wenn man nackte Haut sieht.

Positiv ist, dass die Handlung nicht nur spannend, sondern auch gut nachzuvollziehen ist und das obwohl es mindestens vier Handlungsstränge gibt, die hier beginnen.

Neben der Handlung beeindrucken auch die Zeichnungen. Auch wenn sie detailreich sind, besondern ziehen die ausdrucksstarken Gesichter den Blick auf sich.

Noch eine Erwähnung am Rand: neben dem Hardcover kommt der Comic auch noch mit wirklich guten Papier daher auf dem man zu Glück auch nicht gleich jeden Fingerabdruck sieht. Kompliment.

Wer sich für Piraten interessiert, der wird um “Barracuda” nicht herum kommen. Aber auch für alle anderen lohnt sich der Comic. Es ist eine spannende, dunkle, packende Geschichte, die Lust macht, mehr zu lesen.

Mit freundlicher Unterstützung des Ehapa Verlages und mit Dank an den Groben Unfug für die Empfehlung des Comics.

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Eine Antwort zu “Lesestoff: Barracuda – 1. Sklaven”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Lesestoff: Barracuda – 2. Narben « Ein Comic Leben - 28. Januar 2012

    [...] dem harten ersten Teil von Barracuda ändert sich der Ton mit „Narben“ erheblich. „Narben“ ist nicht mehr ganz [...]

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