Lesestoff: Barracuda – 2. Narben

28 Jan

Drei Jahre sind vergangen, seitdem die Kinder der Barracuda auf Puerto Blanco gestrandet sind. Inzwischen haben sich die Karten für sie neu gemischt. Emilio ist das Mündel von Mister Flynn geworden und wird von ihm mit dem Degen ausgebildet – immer noch halten alle auf der Insel den Jungen für ein Mädchen. Maria dagegen hat es von einer Sklavin zu einer reichen Dame geschafft, die ihren Ehemann, den Sklavenhändler Ferrango, perfekt um den Finger gewickelt hat.  Raffy, Sohn des Captain der verschollenen Barracuda, nimmt sein Schicksal besonders schwer.

Die Ankunft eines Fremden auf der Insel, des entstellten Morkam, soll jedoch die bestehenden Verhältnisse ins Wanken bringen…dann ist da noch Hauptmann de la Loya, der den Angriff auf die Barracuda überlebte und nun den Auftrag vom spanischen König erhalten hat, Marias Mutter zu finden – und mit ihr den Diamant von Kashar.

Nach dem harten ersten Teil von Barracuda ändert sich der Ton mit „Narben“ erheblich. „Narben“ ist nicht mehr ganz so brutal, dafür etwas sexueller. Aus den Kindern sind Erwachsene geworden und besonders Maria hat gelernt, ihre Schönheit als Waffe einzusetzen. Aber auch die beiden Jungen wissen, ihre Körper einzusetzen.

In diesem Teil der Geschichte ist Maria einer der Hauptpersonen, die andere ist Mister Flynn über dessen Vergangenheit wir hier mehr erfahren. Seine Verbindung zu Morkam wirft auf Fragen in Bezug auf Emilio auf. Dann ist da noch die Frage, was es mit dem Verschwinden der Barracuda und mit der Mission von Hauptmann de la Loya auf sich hat.

Wie schon im ersten Teil sind auch hier die Zeichnungen wieder sehr gelungen. Dieses Mal sind es aber nicht so sehr die Gesichter, die die Blicke auf sich ziehen, sondern die ganzen Menschen mit ihrer Haltung und Gestik. Die andere Stimmung des Comic zeigt sich hier auch daran, dass ein Großteil der Handlung dieses Mal am helllichten Tage spielt und nicht mehr nachts.

Auch die Qualität des Comic stimmt wieder. Hardcover und gutes Papier, auf dem man nicht sofort Fingerabdrücke sieht, wissen zu überzeugen.

So bleibt abzuwarten, wie es Jean Dufaux gelungen wird, im dritten Teil alle Handlungsfäden zusammenzuführen und zu einem würdigen Ende zu verbinden. Es bleibt also spannend.

Mit freundlicher Unterstützung des Ehapa Verlages und mit Dank an den Groben Unfug für die Empfehlung des Comics. Eine weitere Besprechung der beiden ersten Bände von Barracuda findet man bei Ti_Leo.

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