Buffy’s choice: Wenn Comics politisch werden

13 Feb

Achtung, dieser Beitrag enthält Spoiler zur 9. Staffel von Buffy und wer diese noch nicht gelesen hat (oder eben überrascht werden will), der sollte hier aufhören und einfach wissen, dass Whendon mal wieder ein wichtiges Thema angesprochen hat und Buffy zwar eine junge Frau voller Fehler sein mag, aber eben auch ein Vorbild ist. Wer das nicht glaubt, der schaue sich dich bitte die Beiträge von “Mark watches Buffy” an – die Serie war zwar nicht perfekt, aber sie hat schon immer wichtige Themen behandelt.

Gut, nachdem das geklärt ist…weiter mit den Spoilern:

Buffy hatte eine ziemlich wilde Party samt Filmriss hinter sich. Nun muss sie mit den Konsequenzen leben. Eine davon ist eine ungewollte Schwangerschaft. Mit der Erkenntnis, dass sie zwar eine gute vampit-Jägerin ist, aber eben keine Mutter – und dass sie dieses Kind nicht bekommen kann. Das mag sicher ein dramatisches Thema sein – in Amerika ist es explosiv. Schließlich gibt es dort immer noch Präsidentschaftskandidaten die damit Werbung machen, dass sie alle Abtreibungen verbieten würden. In so einer Lage seiner Heldin eine solche Entscheidung abzuverlangen kostet schon Mut oder die Bereitschaft, ein Statement zu setzen. Joss Whendon tut es, indem er Buffy folgende Sätze in den Mund legt:

“I want to do something. And I think it’s going to be hard. So I was hoping you could help me,” Buffy tells the vampire Spike – a potential father of the baby (she isn’t sure what happened at the party). “I’m going to have an abortion,” she continues. “I’m barely able to hold onto a job. I live with roommates who are about to kick me out. And I can’t even hold my alcohol well enough to remember who got me pregnant. I can handle the Slayer stuff … But everything else I’m not ready. At least not now.”

Die Meinungen dazu war wie erwarten gemischt. Was völlig normal ist – trotzdem ist es gut zu wissen, dass Whendon auch im Comic schwierige Themen anspricht. Den ganzen Artikel dazu brachte der englische Guardian heraus. Lesen kann man ihn hier.

Einen guten Artikel zum Thema, der viele noch viel besser zusammenfasst, könnt ihr hier lesen.

viaBuffy’s choice: Joss Whedon gets political | Books | guardian.co.uk.

2 Antworten zu “Buffy’s choice: Wenn Comics politisch werden”

Trackbacks/Pingbacks

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    [...] Season 9 hat es mittlerweile geschafft, nicht nur die Herzen vieler Fans zu gewinnen, sondern auch noch in aktuellen politischen Debatten mitzumischen – aber was tut man, wenn man nicht die einzelnen Comics lesen will, sondern lieber die [...]

  2. Darkstars Fantasy News » Buffyverse-Comics: Drusilla-Miniserie angekündigt | News & Interviews aus der wunderbaren Welt der Fantasy - 12. März 2012

    [...] Die Buffyverse-Comics machen Schlagzeilen. Das liegt vor allem an einer unerwarteten Entscheidung Buffys innerhalb ihrer eigenen Season 9-Comicreihe, mit der Joss Whedon ein weiteres Mal ein heißes Eisen angepackt hat. Ich will nicht spoilern, um was es geht. Nur soviel – mit seinem Storytwist hat die Serie eine politische Diskussion losgetreten, und dafür bewundere ich die Macher der Serie ein weiteres mal. (Worum es geht findet ihr – sehr spoilerhaltig – auf Ein Comic Leben). [...]

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