Kurzreview: Supergirl #3 – #6

4 Mrz

Nach dem ersten Zusammenstoß mit ihrem „Cousin“ Kal-El alias Superman, gibt es einige unangenehme Wahrheiten für Kara. Ihr Heimatplanet Krypton wurde zerstört – vor Jahren. Irgendwie hat sie diese Jahre verpasst und soll sich nun mit ihrem „Cousin“ auf dem Planeten einrichten, auf dem ihre Rettungskapsel abgestürzt ist. Nicht mit Kara. Solange es auch nur einen Funken Hoffnung gibt, dass Krypton doch noch existieren könnte, wird sie versuchen nach Hause zu kommen. So kreuzen sich ihre Wege mit Simon Tycho, der ihre Kapsel beschlagnahmt hat.

Aber auch nachdem Kara es zurück nach Krypton schafft, oder was von ihrer Heimat noch übrig ist, soll sie mehr Fragen als Antworten finden. Ihr Vater wurde kurz vor Kryptons Zerstörung ermordet und dann sind da noch die „Worldkiller“, die eigentlich etwas wie Sagengestalten sein sollten – inzwischen aber ziemlich lebendig sind und auch nach Antworten suchen. Leider führt sie ihr Weg direkt zur Erde und so bleibt Kara am Ende wohl nichts anderes übrig, als doch noch in die Rolle der Heldin zu schlüpfen.

Eine der Hauptbeschwerden, die man über die neue Supergirl Serie hört (neben dem unsagbar dämlichen Kostüm) ist, dass sich die Geschichte relativ langsam entwickelt. Tatsächlich ist der erste „Akt“ erst nach dem Teil #6 beendet – und die Geschichte geht nahtlos weiter. Im Gegensatz zu den kürzeren Handlungsbogen hat man hier eine durchgehende Handlung, die Kara erlaubt, sich langsam an ihre neuen Umstände zu gewöhnen. Sie braucht lange, um überhaupt zu akzeptieren, dass ihr alten Leben vorbei ist, auch wenn sie es von Anfang an geahnt hat. Es wird noch länger brauchen, bis sie in die Rolle der Superheldin hineinwächst. Aber eigentlich ist das kein Nachteil. Kara kann sich so relativ natürlich entwickeln. Sie hat Zeit, ihren Schock und ihre Trauer zu verarbeiten (na ja, ansatzweise). Sie lernt langsam mit ihren Kräften umzugehen (Englisch kommt sicher auch noch dazu, denn bisher spricht sie keine unserer Sprachen).

Interessant ist allerdings, dass Kara in diesen 6 Comics schon eine Reihe von Gegnern gesammelt hat. Da wäre der Billionär Simon Tycho, der Artefakte aus dem Weltraum exklusiv auf der ganzen Welt bergen und verwerten darf – der Supergirl für seine Zwecke ausschlachten will. Da er das letzte Zusammentreffen mit Kara nicht gerade gut überstanden hat, bleibt zu vermuten, dass sie sich einen ersten Intimfeind gemacht hat.

Mit Reign hat Supergirl eine eigene, interessante Doomsday-Variaten bekommen. Eine unglaublich starke Gegnerin, die scheinbar mit Krypton verbunden ist und sogar etwas über dessen Untergang weiß. In der nächsten Ausgabe werden sich bei in und um New York prügeln, aber eine Zusammenarbeit schließe ich in der Zukunft nicht aus.

Supergirl ist tatsächlich immer noch eine der besseren Serien im New 52, die das Wort „Neustart“ auch wirklich wortwörtlich genommen hat. Vorwissen ist bisher nicht nötig, Michael Johnson und Mike Johnson führen langsam in ihren Charakter und ihre Welt ein. Man muss auch die Zeichnungen loben, die Kara wirklich wie einen Teenager aussehen lassen und nicht wie einen vollbusigen Sexstar. Dass ihr im Grunde unzerstörbares Kostüm aussieht, als hätte die Zeit nicht mehr für die Hose gereicht und sei deswegen schnell mit einer Art Windel zusammengehalten worden, kann leider auch Mahmus Asrar nicht ändern.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: