Kurzreview: Angel and Faith #3 – #5

6 Mrz

Schuld ist schon eine furchtbare Sache. Reue kann das alles noch viel schlimmer machen. Das jedenfalls beginnt Faith zu spüren, die zusehen muss, wie Angel sich bei dem Versuch aufreibt, seine größte Schuld zu tilgen und Giles wieder zurück zuholen. Das Problem? Giles starb einen natürlichen Tod durch Angels Hand – und es gibt keine Magie mehr, die einen Toten wieder auferstehen lassen könnte. Aber Angel hat einen Plan. Mohra Blut. Denn irgendwo in London scheint es noch einen dieser Dämonen zu geben und sein Blut kann Körper heilen – also auch Giles zurückbringen. Hofft Angel. Doch es ist wie immer bei ihm und Faith: nichts ist so einfach, wie geplant.

Faith hat aber auch noch andere Probleme, als einen depressiven Vampir. Sie betreut eine Gruppe junger Jägerinnen und kann ihnen nicht sagen, dass sie mit dem Vampir zusammenarbeitet, den die Jägerinnen abgrundtief hassen. Dann muss Faith auch noch feststellen, dass mittlerweile sie die verantwortungsvolle Erwachsene der ganzen Gruppe ist (Angel eingeschlossen) – wie zum Teufel konnte das nur passieren?

Nach Abschluss der ersten Geschichte „Live through this“ gibt es eine kurze „Einzelepisode“ mit Harmony, den mittlerweile populärsten Vampir der Welt. Die Gute wird mit einem Sexvideo erpresst und überlässt es Angel und Faith, sie zu retten. Oh Freude…

Es gibt ja Comics, da ist man nach der Lektüre direkt dankbar, dass man die Serie liest. Angel und Faith gehört auf jeden Fall dazu. Die Comics machen einfach Spaß und verbinden die besten Elemente, die man aus früheren Buffy-Serien kannte. Hier hat man etwas augenzwinkernden Humor, gepaart mit Horrorelementen, Kämpfen und der für Whendon üblichen Dramatik. Die  erste Handlung „Live through this“ mag vor allem durch das „Überthema“ der Staffel – Giles wieder auferstehen zu lassen – getragen werden, aber das ändert nichts daran, dass jeder dieser Comics wirklich hervorragend unterhält.

Einen großen Anteil hat dabei, neben den guten Skripten von Christos Gage, auch Rebekah Isaacs mit ihren Zeichnungen. Nicht nur sehen die Charaktere auch wirklich so aus, wie man sie aus den Fernsehserien „Buffy“ und „Angel“ kennt – sie schafft es auch, viele kleine gesten und die Mimik besonders von Faith einzufangen, was den Comic noch etwas lebendiger werden lässt.

Wie sehr ihre Zeichnungen die Handlung tragen kann man bei der #5 erkennen, die von Phil Noto gezeichnet wurde. „In perfect Harmony“ ist eine witzige Noir Geschichte, der aber trotzdem das gewisse etwas fehlt, dass die anderen Comics haben. Bleibt zu hoffen, dass das Team Gage/Isaacs „Angel und Faith“ noch lange erhalten bleibt.

Aber auch die Art, wie Faith und Angel miteinander umgehen – geschwisterlich, wie sie mit ihrer Situation umgehen oder daran zu scheitern drohen, all das fängt der Comic glaubwürdig und sehr sympathisch ein. Besonders Faith hat hier einen großen Auftritt und das völlig zurecht. Sie ist eine tolle Ergänzung zu Angel – beide wirken, als wären sie nur für diese Serie geschaffen worden.

Wer den Anfang verpasst hat: ab Juli gibt es den Sammelband mit den ersten Abenteuern der beiden „Helden“ in London. Es lohnt sich!

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