Lesestoff: American Vampire 2

19 Apr

Vampire sollen keine glitzernden, melancholische Liebhaber mehr sein, sondern wieder zu echten Monstern werden, die Angst und Schrecken verursachen. Mit dieser Idee startete Autor Scott Snyder seine Serie „American Vampire“ bei Vertigo. Zunächst mit kräftiger Unterstützung von Stephen King, der der Serie wohlverdiente Aufmerksamkeit gab. Im zweiten Band der Reihe muss Snyder nun ohne den großen Mentor des Horror auskommen.

Auf nach Sin City!

Die erste Geschichte des Bandes „Devil in the Sand“ erzählt von einer Mordserie in las Vegas, kurz vor der Eröffnung des Hoover Damms. Der Damm hat die Stadt verändert, hat aus dem ruhigen Städtchen einen Sündenpfuhl gemacht – und nun werden gerade die Männer brutal umgebracht, die für den Bau des Dammes verantwortlich sind. Der Chief of Police der Stadt, Cashel McCogan steh vor einem Rätsel. Zudem bräuchte er dringend mehr Leute, am besten NBundesagenten, um mit den ganzen Arbeitern in der Stadt fertig zu werden. Hilfe kommt zwar, aber nicht ganz so, wie er es sich vorgestellt hat. Denn Jack Straw und Felicia Book sind alles andere, als normale Agent – aber vielleicht genu die richtigen, um dem Chief bei der Aufklärung des Falles zu helfen. Denn die Vampire sind längst i Vegas, allen voran Skinner Sweet.

Alte Freunde und ein neues Leben

Währenddessen versuchen Pearl Jones und ihr Mann Henry ein neues Leben in Kalifornien, ohne Vampire, Mord, Betrug und all diese Grausamkeiten. Doch ihre Ruhe soll sich bald legen.Während Pearl sich nicht sicher ist, ob Henry wirklich mit seinem Leben zufrieden ist, sie wirklich liebt, wo sie doch ein Monster ist, gibt der Besuch eines alten Bekannten ihrem Mann die Chance, nochmals als Musiker aufzutreten. Aber das Glück von Pearl und Henry hält wie immer nur kurz.

Gleichzeitig fristet Pearls ehemalige beste Freundin Hattie ihr Dasein als Gefangene. An ihr wird getestet, wie man einen „American Vampire“töten könnte. Aber Hattie erträgt ihre Leiden nicht nur, sie beobachtet auch – und so soll es ihr schließlich gelingen zu entkommen. Mit Kurs auf Pearl, mit der sie noch ein Hühnchen zu rupfen hat – oder mehr.

Von Mostern und Zeichnern

Das Fehlen von Stephen King merkt man der Serie nicht an. Tatsächlich kann „Devil in the Sand“ als ein Horror-Krimi überzeugen, der hier Vampire wahrlich zu Monstern macht – und gleichzeitig ihre menschliche Seite zeigt. Interessant ist hierbei, dass Skinner zwar auftaucht, aber nur neue Nebenrolle bekleidet. Aber das bekommt der Geschichte und schafft eine von Snyders stärkeren Geschichten in einer wirklich guten Comicserie.

Noch etwas menschlicher und melancholischer ist da die zweite Geschichte um Pearl und ihren Mann. Dass es nicht rührselig wird, dafür sorgen die anderen Vampire, die Pearl einfach nicht in Ruhe lassen können.

Neben Stephen King muss Scott Snyder hier teilweise auch auf seinen Zeichner Rafael Albuquerque verzichten. Allerdings hat man mit Mateus Santolouco einen guten Ersatz gefunden, der sich gut den Stil der Reihe (der auch einen Teil des Comics ausmacht) einfindet.

Fazit

American Vampire ist ein spannender, brutaler Streifzug durch die amerikanische Geschichte, der vor allem zeigt, wie der Wilde Westen langsam dem wich, was wir heute als Amerika kennen. Snyders Vampire sind dabei meist mehr menschliche Monster, als echte Horrorgestallten – aber das schmälert den Spaß nicht. Besonders Skinner Sweet ist ein wunderbares Ekelpaket , das man einfach von ganzem Herzen hassen muss, dessen Abenteuer man aber gerne verfolgt. Pearl dagegen ist wie immer ein starker Hauptcharakter, mit der man nur allzu gerne mitfiebert. Eine Serie, die man unbedingt lesen sollte!

Wer wissen will, wie es weitergeht, der sollte bei micomics.de vorbeischauen.

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