EinComicLeben liest Watchmen, Teil V

18 Aug

 Auf geht es in den nächsten Teil meines von @quitzi und dem Groben Unfug initiierten Lesemarathons von “Watchmen”. Inzwischen nähern wir uns der Halbzeitmarke – und so langsam könnte die Welt dich nun mal wirklich untergehen. Immerhin ging es doch um Weltuntergang und die Russen sind jetzt auch nach Afghanistan einmarschiert… Zunächst beschäftigt sich Kapitel V “Fearful Symmerty” aber wieder mit dem eigentlich Kriminalfall der Geschichte. Wir erinnern uns: der Comedian wurde (verdient) aus dem Fenster geworfen und Dr. Manhattan hat entnervt den Rückzug auf den Mars angetretenen. Rorschach ist immer noch überzeugt, dass es jemand auf die “Capes” abgesehen hat. Bestärkt wird er in seinem Wahn, als man versucht, Adrian Veidt alias Ozymandias zu ermorden. Man Ende muss Rorschach aber feststellen, dass der hinter dem “sie” wirklich her sind, er selber ist.

Auch auf die Gefahr hin, wie eine gesprungene Platte zu klingen: ich hätte den Comic immer noch besser gefunden, wenn er nur aus Rorschachs Sicht erzählt worden wäre. Das hätte zu dieser Welt gepasst und die Geschichte mit dem Mysterium versehen, ob das alles wirklich passiert ist oder nur die Wahnvorstellung eines Irren war.

In diesem Kapitel haben wir mit Rorschach zwar den größen Bezugspunkt, allerdings wird das Kapitel aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Das macht das Kapitel etwas zugänglicher, nimmt der Erzählung aber auch etwas an Eleganz.

Dafür gewinnt die Handlung endlich an Schwung. Dass es hier um einen Mordfall geht, hätte man fast vergessen können bei all den Rückblenden und dem Wiederkauen der Leben dieser abgehalfterten “Helden”.

Was auch bei diesem Kapitel bleibt ist das abartige Frauenbild. Laurie ist hier praktisch eine Prostituierte, die ihren Körper einsetzt um von Männern ausgehalten zu werden (und das wird ihr negativ ausgelegt), es gibt Rorschachs furhctbare Vermieterin und dann wäre da noch die junge Assistentin von Veidt, die oberflächliches Zeug babbeln darf, bevor sie erschossen wird.

Ich muss mich bei der Szene ja etwas zurückhalten, da ich weiß, was es mit diesem Anschlag auf sich hat – aber mal ehrlich: da steht ein Kerl zwei Schritte von zwei Menschen entfernt und erschießt die Frau. NATÜRLICH wollte er den Mann umbringen. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass die beiden inkompetenten Machos von der Polizei einfach zu blöd waren eine Beziehungstat zu erkennen (auch wenn sie sie praktisch anspringt).

Das Kapitel wird mit einem Auszug zu den in dieser Welt beliebten Piratencomics abgeschlossen. Ich bin sicher, mit etwas Recherche könnte man auch rausfinden, auf welche Zeichner und Autoren Moore da anspielen will – aber ganz so brennend interessiert es mich dann doch nicht. Ein netter Bezug zu den komischen Auszügen aus dem Comic, der innerhalb von Watchmen gelesen wird.

Die anderen Teil von EInComicLeben liest Watchmen findet ihr hier.

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