Comicreview: Captain Marvel #2

20 Aug

Als Superheldin bei Marvel hat an es nicht immer leicht. Man gilt als nicht bekannt, berühmt, kurz gut genug, um eine eigene Serie zu tragen – von einem Film ganz zu schweigen. Weswegen sich jede Heldin immer wieder neu beweisen muss, wenn sie doch mal etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt. Dieses Mal ist es Carol Danvers, die die Frauen von Marvel in der Comicwelt vertreten muss. Ganz bei Null fängt Carol nicht an, hatte die doch als “Ms Marvel” schon lange eine eigene Serie getragen. Nun ist sie zu “Captain Marvel” befördert worden und hat mit Kelly Sue DeConnick auch noch eine ziemlich starke Autorin an die Seite gestellt bekommen. Trotzdem hat man das Gefühl, Kelly müsste sich erst etwas an Carol herantasten. Während sich die #1 vor allem damit beschäftigte, wie Carol akzeptierte, dass es an der Zeit sei, den Namen “Captain Marvel” anzunehmen, bekommt Carol nun ihr erstes richtiges Abenteuer.

Es geht um Zeitreise, wie man ziemlich schnell merkt – eigentlich sogar schneller als die Heldin. Auf der anderen Seite ist es verständlich, dass man verdrängen möchte, in was für einem Schlamassel man steckt.

Die Handlung von “Captain Marvel” schreitet immer noch etwas langsam heran. Dafür hat man auch in diesem Teil Gelegenheit, Carol Danvers kennenzulernen. Angenehm ist dabei, dass Carol viele Eigenschaften hat, die man sonst eher männlichen Helden zuschreibt, ohne dabei mit Testoteron vollgepumt zu wirken. Sie ist ehrgeizig, impulsiv und schlägt sich lieber mit Fäusten durch, als mit Wissenschaft und langer Grübelei. Trotzdem ist sie eine gute Freundin und hat auch ihre sanften Seiten (sie ist fürsorglich, aber das passt eben zu “guter Freundin”).

Was an der #2 von “Captain Marvel” ebenfalls positiv zu bemerken ist: die Zeichnungen von Dexter Soy wirken inzwischen organiser. Seine Carol in zivil ist wirklich gut aus – und ein wahres Kunststück vollbringt er, als Captain Marvel in der Vergangenheit landet und ihr Kostüm nicht komplett lächerlich aussieht (trotz der kräftugen Farben).

Auch schafft er es, den anderen Charakteren ihren Raum zu lassen und ihnen ebenso Persönlichkeit zu verleihen (gut zu sehen am “BANSHEE SQUADRON”).

Captain Marvel mag zwar etwas mehr Zeit brauchen, um wirklich in Fahrt zu kommen, es ist aber immer noch ein unterhaltsamer Comic mit einer sehr symphatischen Heldin.

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Eine Antwort zu “Comicreview: Captain Marvel #2”

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  1. Die Comics des Jahres 2012 – eine persönliche Top 10 « Ein Comic Leben - 7. Januar 2013

    [...] 5 geht an eine Superheldin: Captain Marvel. Ich gebe zu, die Serie um Carol Danvers braucht etwas, um Fahrt aufzunehmen, aber inzwischen [...]

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