Wir präsemtieren: Billy the Vampire Slayer

11 Sep

”Into every generation a slayer is born: one girl in all the world, a chosen one. She alone will wield the strength and skill to fight the vampires, demons, and the forces of darkness; to stop the spread of their evil and the swell of their number. She is the Slayer.”

 Oder eben „der Jäger“ (wie Slayer bei uns übersetzte wurde), denn Buffys Universum bekommt bald männlichen Zuwachs. In Season 9 von Buffy wird Billy eingeführt ein Junge der… nein, er wird nicht auserwählt und bekommt auch keine Kräfte. Billy ist eher eine Art Batman (oder Green Arrow) – er sieht, dass etwas nicht stimmt und beginnt, dagegen zu kämpfen.

Jane Espenson dazu: “For very good reason, we’ve focused on the female empowerment part of Buffy but I wondered, Did we leave something out? What if someone in high school is looking up to Buffy as a role model, and we’re saying: ‘You can’t be a Slayer.’”

Drew Greenberg über Billy:  „Billy is about a young man who finds strength by standing up to vampires (a metaphor for bullies?) and defining who he is going to be rather than letting others tell him who he should be.“

Wer es noch nicht geahnt hat: Billy soll schwul sein – und Buffy eben zum Vorbild haben. Eine gute Idee? Ich persönlich bin begeistert, dass hier Frauen mal nicht der „Abklatsch“ von männlichen Helden sind (Supergirl, Batgirl…), sondern selbst eine neue Generation von Helden „beeinflussen“, bzw. inspirieren.

Dass es ein junger Mann ist, der sich selbst noch seinen Platz in der Gesellschaft, seine eigene (neue?) Identität erkämpfen muss, passt eigentlich wunderbar zu Buffy, bei der es eben auch immer solche Themen ging (neben Weltuntergang und Vampiren).

Aber lassen wir dazu Greenberg noch mal zu Wort kommen: “I have no problem telling a story about a boy who’s always felt more comfortable identifying with what society tells him is more of a feminine role. So much crap gets heaped upon us as gay men — crap from straight people and, frankly, crap from other gay people — about how it’s important to be masculine in this world, how your value is determined by your ability to fit into masculine norms prescribed by heterosexual society and, sadly, co-opted by gay society as a way to further disenfranchise and bully those who don’t meet those norms. And those attitudes are a reflection of not just our own internalized homophobia, but of our misogyny, too, and that’s something I’ve never understood. So if this is a story that causes people to examine traditional gender roles and think of them as something more fluid, I’m thrilled.”

Billy wird seinen ersten Auftritt in „Buffy the Vampire Slayer Season 9“ #14 haben, das ab dem 10. Oktober erhältlich ist. Dann können wir alle selbst lesen, ob die Idee mit einem männlichen Slayer wirklich gelungen ist.

PS: noch ein Kompliment an Dark Horse, dass diese Ankündigung auch an eine passende Zeitschrift weitergegeben wurde und nicht wie bei DC und Co bei den üblichen Verdächtigen (Comic-Seiten, GQ usw) gelandet ist.

viaDark Horse Introduces Billy the Vampire Slayer To Buffy Comics | The Mary Sue.

2 Antworten to “Wir präsemtieren: Billy the Vampire Slayer”

  1. Mike 11. September 2012 um 23:45 #

    …soooo „neu“ ist die Idee aber dann doch nicht, das ein Comic-Verlag bestimmte Informationen an ein leser-spezifisches Magazin gibt. Erinnere m-!-ich z.B. an ein Interview das DCs Dan Didio dem schwulesbischen US-Nachrichten-Magazin „The Advocate“ gab – anläßlich des Erstauftritts der schwulen „New 52“ Version von Alan Scott (Green Lantern). trotzdem natürlich -!- lobenswert von Dark Horse Comics (die derzeit leider mit einem permanent schrumpfenden Marktanteil in USA zu kämpfen haben, obwohl deren Comics durchweg alle hochqualtativ produziert sind. Gute Qualität wird leider nicht von allen Comic Lesern honoriert…😦

    • eincomicleben 11. September 2012 um 23:59 #

      Neu ist die Idee nicht – aber oft hat man das Gefühl, die großen Verlage vergessen das nur allzu gerne und machen PR eher so nebenbei und weil sie es immer schon so gemacht haben.
      Das Dark Horse schwindende Marktanteile hat ist bedauerlich, aber so ganz wundert es mich nicht. Den Leuten in den USA geht es finanziell nicht so gut, da können sich viele sicher weniger (wenn überhaupt) Comics leisten – und wenn, dann wohl eher die großen Namen (Marvel und DC).

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