Die Comics des Jahres 2012 – eine persönliche Top 10

7 Jan

Auch wenn das neue Jahr schon ein paar Tage alt ist, will ich noch mal kurz zurückblicken und erzählen, welche Comics für mich die besten des letzten Jahres waren (eher Serien als Graphic Novels und Sammeöbände).

Die Nummer eins ist für mich ungeschlagen SAGA von Autor Brian K. Vaughan (Y: The Last Man; Runaways) und Zeichnerin Finoa Staples (Done to Death; North 40). Beide haben eine einmalige Science Fiction Space Opera geschaffen, in der man viele bekannte Elemente findet und doch eine völlig neue und oft überraschende Geschichte erzähtl bekommt, die voller schräger Einfälle steckt.

Fazit: wer Saga nicht liest, ist selber Schuld, denn man verpasst wirklich was.

Dicht hinter Saga folgt auf Platz 2 eine Serie, die ich vom Konzept her anfangs für völlig überflüssig fand, die mich aber sofort mit einer wirklich guten Geschichte, interessanten Charakteren und einem tollen Artwork überzeugt hat: Hawkeye. Die Idee, zu erzählen was Clint Barton macht, wenn er nicht gerade für die Avengers aktiv ist, funktioniert erstaunlich gut, gibt dem Comic ein Gefühl von James Bond oder Jason Borne und kann auch von Leuten gelesen werden, die sonst nichts mit Superheldencomics anfangen können. Matt Fraction versteht es einfach, eine verdammt gute Geschichte zu erzählen. Dass man Clint dazu noch Kate Bishop an die Seite gestellt hat (die auch als Hawkeye operiert), macht die ganze Geschichte noch etwas interessanter. Hinzu kommt das tolle Artwork von David Aja.

Fazit: sollte man unbedingt lesen.

Platz 3 geht an eine Serie, die ich schon aus Prinzip mag – die es aber auch jede Woche schafft, mich wirklich gut zu unterhalten: Smallville Season 11. Bryan Q. Miller, der auch schon für die Fernsehserie als Autor tätig war zeigt, dass man auch mit dem guten, alten Superman (also der vor dem Neustart) gute Geschichten erzählen kann. Ja, das mag nicht jedem cool genug sein – aber es mag auch nicht jeder Batman. Es sei denn, Bryan schriebt ihn. Tatsächlich schafft es Smallville ein großes Ensemble von Charakteren aufzustellen, die alle eine interessante Geschichte und auch mehr oder weniger nachhvollziehbare Motivationen haben. Nicht jeder Moment mag atemberaubend sein, aber bisher wollte ich immer noch jede Woche wissen, wie es weiter geht und hatte meistens Comics in der Hand, die einfach Spaß machen und von denen man mehr will.

Fazit: Wenn Superman, dann dieser hier!

Platz 4 geht an einen One Shot: A-Babies vs. X-Babies.

Der Comic basiert im Grunde auf den Variantcovern von Skottie Young zu „Avengers vs X-Men“ und war einfach nur süß, lustig, voller Anspieklungen und eben ein riesen Spaß.

Fazit: Davon könnte Marvel mehr machen

Platz 5 geht an eine Superheldin: Captain Marvel. Ich gebe zu, die Serie um Carol Danvers braucht etwas, um Fahrt aufzunehmen, aber inzwischen möchte ich die Serien nicht mehr missen. Positiv fällt hierbei neben einem wirklich geschlossenen und pratischen Kostüm (was ja eher weniger Superheldinnen haben) noch auf, dass Carol mit ihrer eher impulsiven Art, ihrem staken Ego und der Liebe für ihren Job eher Eigenschaften an den Tag legt, die man sonst eher männlichen Charakteren zuspricht. Eine Schwachstelle der Serie sind die Zeichnungen, die nicht so ganz zu stimmen und Hauptfigur passen wollen. Dafür hat man bei Autorin Kelley Sue DeConnick das Gefühl, dass sie mit jeder Ausgabe etwas besser wird.

Fazit: lesenswert

Platz 6: Wolverine and the X-Men. Keine neue Serie, aber dafür eine, die mir immer noch Spaß macht. Und Wolverine als Schuldirektor ist so falsch, dass man die Idee einfach lieben muss.

Platz 7: Mind the Gap. Eine Mysterie-Serie als Comic. Elle wird in einem New Yorker U-Bahnhof scheinbar grundlos angegriffen und fällt ins Koma. Während ihre Freunde, ihre Ärztin und eine Polizistin versuchen herauszufinden, was Elle passiert ist, befindet sich deren Geist in einer Art Zwischenwelt. Ein Comic, den man ganz genau lesen muss und bei dem man wirklich keine Ausgabe auslassen darf.

Platz 8: Fatale. Ed Brubaker schafft einen Noir-Krimi mit Horrorelementen und einer wirklich starken Hauptperson.

Platz 9: Revival. Tim Seeley und Mike Norton schaffen eine etwas andere Zombie-Serie, die allen Fans von Akte X das Herz aufgehen lassen sollte.

Platz 10: Star Trek Ongoing. Ich gebs zu, ich bin ein Fan des neuen Star Trek Universums. Und diese Serie hat meine Entzugserscheinungen, bis „Star Trek Into Darkness“ erscheint, gelindert. Zudem ist es immer wieder spannend und unterhaltsam zu sehen, wie klassische Star Trek Folgen ins neue Universum adaptiert werden.

So, das waren meine Top 10 Comics. Welche stehen bei Euch auf der Liste?

3 Antworten to “Die Comics des Jahres 2012 – eine persönliche Top 10”

  1. SuperBat 7. Januar 2013 um 21:46 #

    Da sind einige interessante Titel dabei, die ich auch lese, bzw. gelesen habe. Von Hawkeye habe ich schon so viel gutes gehört… da werde ich wohl was nachkaufen müssen!😉

    Meine Top 10
    *****************
    10. Grim Leaper (Image) Echte Liebe stirbt nie, oder kommt immer wider, oder so…

    09. He-Man and the Masters of the Univer (DC) Hab noch so viele Figuren aus den 80er…

    08. X-O Manowar (Vailant) Toll! Ähnlichkeiten mit der US Serie Spartacus sind (nicht) gewollt… Tolles comeback für den Vailant Verlag!

    07. Supurbia (BOOM! Studios) Avengers, JLA, Desperate Housewives???!!! Mein Tipp!

    06. Batgirl (DC) Barbara! Gordon! Ist! Batgirl! !!! OK??!!

    05. The New Deadwardians (DC Vertigo) Gebildete Zombies?! Viktorianische Ära?! Queen Elizabeth, ich bitte hierfür um ein Sir! Gratitude!

    04. Walkind Dead (Image) Auch nach der 100. Ausgabe, macht es weiterhin Spaß…

    03. Animal Man (DC) Jeff Lemire, der neue Geoff Johns!

    02. Smallville Season 11 (DC) Nachdem DC den New 52 Superman verballert hat, bleibt uns hier doch noch ein Heftchen, das der Figur treu bleibt! Truth, Justice and the…

    01. Fables & Fairest (DC Vertigo) So viele Charaktere, unendliche Geschichten. (Wenn meine beiden Mädels wüßten, das Schneewitchen und der große, böse Wolf verheiratet sind und Kinder haben…)😉

    • eincomicleben 8. Januar 2013 um 00:19 #

      Auch eine sehr interessante Liste. Von Deadwardians habe ich auch viel Gutes gehört und will die Serie im Sammelband mal ausprobieren. Von Supurbia habe ich auch nur Lob gehört bisher. He-Man lese ich auch (wenn ich mich auch sehr an der blonden Teela störe, die wie Adora aussieht). Batgirl war mir zu dunkel und in Barbaras guten Momenten wirkte sie wie ein billiger Abklatsch von Stephanie Brown. Fabele steht ziemlich weit oben auf meiner „unbedingt lesen“ Liste, aber ich komme nicht dazu (irgendwann habe ich Zeit und bin dann ein halbes Jahr beschäftigt und nicht ansprechbar!)

  2. Mike 11. Januar 2013 um 13:03 #

    ZU diesem Jahreswechsel wurden wir Comic-Fans ja förmlich zugeschüttet mit „Comic-Besten- Listen des Jahrees 2012“. Keine website, Magazin, Tageszeitung ohne eine solche LIste… -nerv-

    Dagegen so „persönlich“ gestaltet wie hier, gefällt mir das dann schon wieder.

    …daher hier jetzt auch meine US- TOP TEN 2012 (ohne besondere Reihenfolge!):

    * Smallville Season Eleven, DC

    * Superman Family Adventures, DC

    * Earth 2, DC

    * Worlds‘ Finest, DC

    * Popeye Classic, IDW

    * Popeye (new), IDW

    * The Rocketeer (diverse Mini-Serien ), IDW

    * Simpsons Super Spectacular (featuring Radioactive Man & Bartman), Bongo Comics

    * Steed & Mrs. Peel (nach den Original Avengers -hieß auf dt. „Mit Schirm, Charme & Melone“- )

    * sowie jede „Star Wars“ Heft-Serie die zur Zeit der „guten Filme“ (Episodes IV, V & VI !) spielt, Dark Horse Comics

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